Am 04.05.2026 durfte unser Dojoleiter Oliver Dundiew, Nidan, beim befreundeten Ame no Ukihashi Dojo in Straßburg einen Vereinslehrgang leiten. Für das Straßburger Dojo war es zugleich der erste eigene Vereinslehrgang überhaupt – umso schöner, dass dieser besondere Abend gemeinsam mit Oliver stattfinden konnte.
Zwischen dem Straßburger Dojo unter der Leitung von Benjamin de la Porte des Vaux und dem Aikido Kenshukai Marbach besteht seit vielen Jahren eine enge und herzliche Verbindung. Benjamin besucht regelmäßig das Training in Marbach, wenn er seine Aufenthalte in Deutschland mit dem Fortgeschrittenentraining in Ludwigsburg verbinden kann. Gleichzeitig nutzt Oliver immer wieder die Gelegenheit, in Straßburg mitzutrainieren und den Austausch zu pflegen.
Diese Verbindung ist nicht nur freundschaftlich, sondern auch tief im gemeinsamen Weg verwurzelt: Oliver gehört zu den Gründungsmitgliedern des Straßburger Vereins und unterstützt das Dojo bis heute aktiv als Kassier. Benjamin und Oliver trainieren regelmäßig miteinander, unterstützen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung als Aikidoka und teilen viele gemeinsame Erfahrungen auf und neben der Matte. Dadurch ist über die Jahre ein enger Kontakt zwischen beiden Dojos entstanden, der weit über gelegentliche Besuche hinausgeht.
Der Lehrgang selbst spiegelte genau diesen Geist wider. Auf der Matte trainierten französische und deutsche Aikidoka gemeinsam – Männer und Frauen, jüngere und ältere Teilnehmer –, verbunden durch die Freude am Aikido. Oliver betonte dabei, dass Aikido keine gemeinsame Sprache braucht. Entscheidend sei das aufmerksame Beobachten, das gemeinsame Üben und das Lernen über Bewegung und Gefühl. Dabei bezog er sich auch auf seine eigenen Erfahrungen aus Frankreich, insbesondere aus Bourg-Argental, wo er beim Aufbau des Honbu Dojo mitgewirkt und viele Jahre intensiv trainiert hat, obwohl er damals kaum Französisch sprach.
So leitete Oliver den gesamten Lehrgang bewusst ohne Dolmetscher. Gerade das machte den Abend für viele Teilnehmer besonders und zeigte eindrucksvoll, wie verbindend Aikido sein kann. Trainiert wurden verschiedene Taijutsu-Techniken in Hanmi Hantachi und Tachi Waza sowie eine Verkettung von Jo-Techniken. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Futari Kingyo Undo – eine ruhige und beliebte Entspannungsübung zu zweit.
Nach dem Training bedankte sich das Straßburger Dojo mit herzlichen Worten und einem liebevoll in Furoshiki verpackten Geschenk bei Oliver. Anschließend ließ man den Abend traditionell gemeinsam bei gutem Essen und vielen Gesprächen ausklingen.
Für uns als Aikido Kenshukai Marbach war dieser Lehrgang weit mehr als nur ein gemeinsames Training. Er war ein schönes Zeichen für die gewachsene Freundschaft zwischen beiden Dojos und dafür, wie lebendig gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und gemeinsames Lernen im Aikido sein können.























