Das Marbacher Dojo lud Benjamin de la Porte aus Straßburg zu einem Vereinslehrgang nach Marbach am Neckar ein.
Nachdem Anfang des Monats bereits Oliver Dundiew seinen ersten Lehrgang in Straßburg gegeben hatte, folgte nun der Gegenbesuch aus dem elsässischen Nachbardojo. Der Lehrgang war damit nicht nur ein gemeinsames Training, sondern vor allem ein weiterer Schritt in einer gewachsenen Verbindung zwischen den beiden Dojos.
Über die vergangenen Begegnungen hinweg haben sich zwischen den Aikidoka aus Straßburg und Marbach nicht nur gemeinsame Trainingsmöglichkeiten entwickelt, sondern auch persönliche Beziehungen und Freundschaften aufgebaut. Gerade dieser offene und unkomplizierte Austausch macht solche Begegnungen besonders wertvoll.
Benjamin de la Porte trägt den 2. Dan (KAKKHR) im Aikido sowie den 1. Dan im Iaido und im Jodo. Für seinen Lehrgang entschied er sich für das Thema Kobayashi Jo Kata und vermittelte die Inhalte mit bemerkenswerter Klarheit und Ruhe.
Besonders auffallend war dabei seine strukturierte Art zu unterrichten. Gerade bei Übungen mit mehreren Rollen und unterschiedlichen Angriffen gelang es ihm sehr präzise zu erklären, wer sich wann und wie bewegt. Techniken, Rollen und Bewegungsabläufe wurden klar benannt und exakt im richtigen Moment erklärt. Dadurch entstand selbst in komplexeren Situationen kaum Verwirrung.
Vor allem für Anfänger hatte diese Art der Vermittlung eine besondere Qualität. Die Abläufe blieben nachvollziehbar, die Orientierung auf der Matte erhalten und das gemeinsame Training wirkte dadurch sehr konzentriert und harmonisch.
Die offene Atmosphäre auf der Matte spiegelte dabei auch den freundschaftlichen Umgang zwischen den unterschiedlichen Dojos wider. Passend dazu ließ die Gruppe den Lehrgang nach dem Training gemeinsam ausklingen und ging geschlossen zusammen essen.
Ganz im Sinne der Traditionen des Kobayashi Aikido wurde die Verbindung dabei nicht nur auf der Matte gepflegt, sondern auch beim gemeinsamen Essen und einem gemeinsamen Bier weiter vertieft. Gerade diese Gespräche außerhalb des Trainings gehören ebenso zum Aikido wie das gemeinsame Üben selbst. Sie schaffen Vertrauen, stärken Freundschaften und machen aus einzelnen Begegnungen langfristige Verbindungen.
Die Einnahmen des Lehrgangs werden zudem zur Unterstützung des neuen Dojos von Kobayashi Ryu Aikido in Japan gespendet.
Der Lehrgang zeigte erneut, wie wichtig persönliche Begegnungen und regelmäßiger Austausch für eine lebendige Aikido-Praxis sind – nicht nur technisch, sondern vor allem menschlich.








